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Thema des Monats Innere-äußere Balance

Mit Balance-Haltungen können wir unsere Konzentration fördern und finden wieder in unsere Mitte. Dies führt zu mehr Ausgeglichenheit und zu einer bejahenden und entschlossenen Lebenseinstellung. Denke an das Sprichwort: „mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen“.

Stehende Positionen stärken gleichzeitig Rumpf und Beine, die Körperhaltung kann sich erheblich verbessern und das Nervensystem wird entlastet. Das ist besonders gut bei Stress oder Ängsten.

Balance-Haltungen verbessern den Gleichgewichtsinn und die Standfestigkeit. Dabei entwickelt sich unser Kleinhirn weiter. Das Kleinhirn steuert unsere unbewussten Bewegungen. Wenn wir z.B. das Gleichgewicht verlieren und zu fallen drohen, versucht es automatisch, uns zum Ausgleichen zu veranlassen. Diese ausgleichenden Bewegungen sind ebenso wichtig, wenn es um Koordination und Körperhaltung geht.

Betrachtet man das Gleichgewicht, geht es nicht nur um unseren Körper, dass wir gerade stehen, sondern auch um unseren Geist. Wenn unser Geist unruhig ist, dann ist es unser Körper auch und umgekehrt. Balance-Übungen, bei denen man nur auf einem Bein steht, können für Menschen mit aktivem Geist schwierig sein. Es kann helfen, sich auf einen zentralen Punkt zu konzentrieren, z.B. eine Stelle auf dem Boden oder einen Punkt an der Wand. Wichtig ist, die Wirbelsäule lang zu machen, den Bauch etwas einzuziehen, die Beckenbodenmuskulatur anzuspannen und auf eine tiefe regelmäßige Atmung zu achten. Das gibt dir die Stabilität eines Baumes, der fest in der Erde verwurzelt ist.

Sind wir einmal aus der Balance geraten, ist es oftmals schwierig unser inneres Gleichgewicht wieder zu finden.

Gründe, die uns unsere innere Balance verlieren lassen, gibt es viele, dazu gehören u. a.: Gravierende und unvorhergesehene Veränderungen, plötzliche Todes- oder Unfälle, Stress im Beruf, Beziehungkrisen, feststehende Entscheidungen anderer Menschen.

Bei solchen Ereignissen gilt es, anzunehmen, was kommt, das Beste daraus zu machen und damit leben zu lernen. Halte dich nicht an Dingen auf, die du nicht ändern kannst. Wenn du nach innerer Balance strebst, versöhne dich mit Unabänderlichkeiten.

Die Dinge geschehen, wie sie geschehen. Was sein wird, wird sein.

Innere Balance findet man, indem man lernt, mit sich selbst und mit der Welt in vollkommener Akzeptanz und Frieden zu leben. Du kannst den Lauf der Welt nicht ändern. Nur deine eigene Haltung.

Im bewussten Umgang mit dem Atem sieht der Taoist nicht nur eine wirksame Methode, Energien aus der äußeren Welt in sich aufzunehmen, sondern auch die energetischen Wege unserer inneren Welt zu ordnen und damit Körper, Geist und Seele in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen.

Dennis Lewis, Das Tao des Atmens