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Mantra & Meditation

Mantra:

Das Wort Mantra (Sanskrit: "Ratspruch") besteht aus den Wurzeln man (denken; fühlen; wahrnehmen / manas: Denken; Verstand; Seele; das, was den Menschen ausmacht), welches mit dem deutschen mental verwandt ist und tram (helfende, schützende Kraft). "Manas" ist die Gesamtheit der Gedanken- und Gefühlswelt mit all den Wünschen und Ängsten. "Tra" bedeutet rettend, haltend oder beschützend. Mantren sind Worte, die eine sammelnde Wirkung auf das Gemüt ausüben. Es kann der oder das Mantra heißen, die Mantras oder die Mantren. Die Mantras werden nach ihrer Länge unterschieden in Bija, Hrdaya, Dharani usw. Der kürzeste Mantra ist der einsilbige Bija-Mantra ("Same", "Keimsilbe").

Mantras können meist nicht wörtlich übersetzt werden und sind oberflächlich betrachtet ohne Sinn und Bedeutung. Bei tieferer Betrachtung sind Mantras machtvolle Klangenergien. Wie ein Same, der auf fruchtbaren Boden fällt und keimt, können Mantras im Inneren des Sadhaka (= Suchender; Schüler) ungeahnte Kräfte entfalten und letztendlich zur Verwirklichung seiner wahren Natur führen.

Mantras sind Silben, Worte oder kurze Sätze, die neben ihrer Bedeutung eine besondere innewohnende Kraft besitzen. Mantras haben eine Klang- und Resonanzwirkung sowie meist eine metaphysische oder mystische Bedeutung. In jeder Kultur, in jeder Sprache gab es seit Alters her solche magischen Worte. Sie haben eine Art Schlüsselfunktion inne. Mit ihrer Hilfe können wir bestimmte Energie- und Resonanzfelder im Körper und in der Seele erschließen.

 

Herz-Resonanzfeld stärken

Die elektro-magnetische Schwingung des Herzens ist um ein Vielfaches stärker als die Gehirn- und natürlich auch die Bauch (Emotions)-Schwingung. Über das Gehirn- und Bauch-Chakra werden wir manipuliert bei gleichzeitiger Schwächung des Herzchakras. Wir müssen also unser Herz-Chakra stärken, um zu erkennen, wer wir wirklich sind. Nur so kann der Manipulation von außen ein Ende gesetzt und unsere alte Programmierung (Konditionierung) umprogrammiert werden, womit wir uns befreien, nicht länger nur auf Erscheinungen reagieren sondern aktiv, kreativ, schöpferisch agieren.

Die tiefste Resonanzfrequenz der Erde liegt durchschnittlich bei 7,8 Hz in der Sekunde (aufgerundet 8 Hz, "Schumann-Resonanz"). Dieser tiefe Ton ist für den Menschen im normalen Wahrnehmungszustand nicht hörbar. Die äußersten Wahrnehmungsgrenzen des menschlichen Gehörs beginnen bei 16 Hz für den tiefsten Ton (der höchste wahrnehmbare Ton liegt zwischen 20.000 Hz - 32.718 Hz). Die vierte Oktave von 16 Hz ist 256 Hz. Dieser Ton wurde von Joseph Sauveur (1653 - 1716; Begründer der Akustik) als Kammerton "C" festgelegt. Es konnte bewiesen werden, "[...] dass sich aus dieser Frequenz auch die natürlichen Schwingungszahlen der Stimmbänder beim Singen und die der Lippen beim Blasen und Pfeifen ableiten lassen sowie alle Eigentöne mittönender Resonanzkörper, Hohlräume im menschlichen Körper und selbst die kaum wahrnehmbaren kleinen Intervalle des Vogelgesangs.[...]"

Basierend auf 8 Hz bzw. dem tiefsten wahrnehmbaren Ton von 16 Hz, errechnet sich das "A=432Hz-System".

Das Bija-Mantra für das Herz-Chakra (Anahata) ist YAM (siehe weiter unten), Musik-Note: C5, 128 Hz - 256 Hz - 512 Hz, bzw. laut "Kosmischer Oktave" C#, 136,10 Hz (Blau-Grün, Türkis; Erdjahr, OM).

Zitat: Neue Musik in 432 Hertz

 

Wo liegen die Ursprünge der Mantras?

Die meisten Mantras sind in Sanskrit überliefert worden. Sanskrit ist eine der ältesten Sprachen der Welt. In den Schriften aus den vedischen Zeiten wird berichtet, daß Rishis, die Weisen jener Zeit, intuitiv die mantrischen Weisheiten erfaßten oder empfingen. Diese Erfahrungen können auch heute bei richtiger Anwendung der Mantras wachgerufen werden.

Bekannt sind auch die Mantras, die aus einzelnen oder zusammengesetzten Buchstaben bestehen, die sogenannten Bija-Mantras oder Keim-Mantras. Die Buchstaben, die solche Mantras bilden, heißen Bija Aksaras. In der hinduistischen Religion wird jede Gottheit durch ein "Bija Aksara" repräsentiert, das in der menschlichen Sprache das nächstliegende Äquivalent zur Form des "Nada" ist, der Tonschwingung, die im Augenblick der Manifestierung der Gottheit entsteht. Diese Aksaras oder Mantras werden als Worte der Anrufung an jene Gottheit gebraucht. Das bekannteste von diesen Keim-Mantras ist Pranava "Om" für Brahman (Pranava = wörtl."Summen", Bezeichnung für die Silbe Om). Die Chakra-Lehre im Yoga enthält auch die Lehre der Keimsilben zu jedem Chakra.Es gibt Richtungen, die dies systematisch erfasst und beschrieben haben.

Chakren nennen sich die 7 Hauptenergiezentren im Körper, durch die unser energetischer Austausch mit der Außenwelt stattfindet. Diese haben alle eigene Schwingungen und können durch diese Keimsilben aktiviert werden.

Tatsächlich hat die wörtliche Bedeutung oft wenig mit der Kraft zu tun, die Mantras verleihen. Unser Geist, unsere Handlungen und die Dinge unserer Umgebung können durch Mantras gereinigt und mit geistiger Kraft aufgeladen werden. Die besondere Schwingung von heiligen Plätzen und Pilgerzentren entstanden zum Teil dadurch, daß irgendwann jemand an diesen Orten heilige Mantras sang. Danach übten diese Orte eine hohe geistige Anziehungskraft aus. Die Schwingungen, die mit dem Singen des Mantras in Gang gesetzt werden, machen unsere feinen Empfindungen für geistige Erkenntnis empfänglich. Der Klang, den jedes Wesen von sich gibt, macht unzählige Wellen im Klangmeer, die sich in der Atmosphäre bewegen. Diese Gesamtatmosphäre bedingt kosmische Wechselwirkungen. Mantras wirken auf diese Klangatmosphäre ein.

 

Welche Rolle spielt der Klang und der Atem bei Mantras?

Jeder Buchstabe, jedes Wort und jede Silbe hat neben der Bedeutung im allgemeinen Sprachgebrauch zusätzlich noch eine Klanginformation, ein besonderes Klangmuster. Träger dieser Klangmuster ist zum einen unser Körper, der aus verschiedenen Elementen besteht, und zum anderen der Luftstrom, der durch unseren Atem geführt wird. Zwerchfell, Kehlkopf, Mund, Lippen, Zunge und der unterschiedlich geführte Luftstrom sind an der Klangbildung beteiligt. Jedem Klangmuster liegt ein bestimmtes Atemmuster und eine bestimmte Führung des Atemstroms zugrunde. Der Atem ist mit Lebensenergie gefüllt. In der Yoga-Sprache wird sie die Prana-Kraft genannt. Dem Pranayama, dem Ausgleich der Atemkraft, wurde dabei große Bedeutung beigemessen. Daher haben Mantras zugleich eine atemaktivierende und ausgleichende Wirkung. Jedem Atemmuster liegt auf anderer Ebene ein Energiemuster zugrunde. Beim Atmen und der Stimmbildung entstehen feine Reibungen durch Luftströme, die das Gewebe und die Körperzellen in Schwingung versetzen. Diese wiederum lösen chemische und elektrophysikalische Reaktionen auf z.B. Hirnwellen, Hautströmungen und Muskeltonus aus. Die Mantra-Anwendung stellt eine subtile Energiearbeit dar.

 

Wie sollten Mantras angewendet werden?

Der Körper soll entspannt ruhen und die Gedanken sich auf den Inhalt des Mantras konzentrieren. In gesungener Form können Mantras eine Starke Wirkung entfalten. Der Mantragesang mit seiner subtilen, immer wiederkehrenden Melodie, verhilft dem Menschen, sich einen vegetativen Ausgleich und eine seelische und körperlichen Entspannung zu verschaffen. Die Anwendung ist jedoch individuell sehr verschieden. Manche, die gerne in der Stille meditieren und sich auch entsprechend konzentrieren können, werden Mantras nur im Stillen geistig wiederholen. Andere, die Freude an der Stimme haben und gerne mit der Stimme arbeiten, werden das eigene Singen oder Mitsingen bevorzugen. Wieder andere können ein Mantra am besten durch Hören verinnerlichen und sich dabei hervorragend konzentrieren und meditieren. Es wird jedoch in der Regel eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, bis das Gemüt sich ausreichend darauf einstellen und die Wirkung eintreten kann. Es ist zu empfehlen, Mantras oder Mantra-Gesänge vorwiegend ungestört mit hingebungsvoller Haltung anzuwenden, damit die Wirkung erhalten bleibt. Hat man die Mantras einmal verinnerlicht, unterscheidet man den Wirkungsbereich nach der Art der Anwendung. Um im Physischen damit zu wirken, rezitiert man die Mantras eher laut, sollen sie im seelischen mehr wirken, rezitiert man sie still. Je kleiner der Reiz (Klang), desto höher (spirituell) die Ebene der Wirkung.

 

Welche Bedeutung kommt der Wiederholung von Mantras zu?

Durch Wiederholung werden die wandernden Gedanken an das Mantra gebunden. Das Gemüt bekommt durch die Wiederholung der Mantras eine einfache, wirkungsvolle, Aufgabe. Dadurch wird eine spontan eintretende meditative Wirkung erreicht. Die Wiederholung bewirkt, daß das Mantra vollkommen im Bewußtsein gegenwärtig wird. Eine Verbindung vom inneren Mikro- zu äußeren Makrokosmos wird hergestellt. Ein subtiler Energiestrom kommt in Fluß. Vergegenwärtigung des Inhalts ist ein ganz wichtiger Vorgang beim Gebrauch von Mantren. Es bedeutet die Herbeiführung eines Bewußtseinszustandes in die Gegenwart, die Überbrückung von Zeit und Raum zum Hier und Jetzt. Die Vergegenwärtigung bedeutet auch, daß man sich der vollkommenen Gegenwart bewußt wird und dabei Vergangenes und Zukünftiges in der gegenwärtigen unmittelbaren Seinserfahrung vereint.

 

Welche Rolle spielt die Sprache bei Mantras?

Mantras kann und sollte man nicht in eine andere Sprache zu übersetzen versuchen, denn dies verändert den ursprünglichen Charakter. Die Klangwirkung entsteht dann nicht in gleicher Weise. Sanskrit ist für Mantras eine besondere Sprache. Viele europäische Sprachen haben übrigens ihre Wurzeln im Sanskrit, sodass diese Sprache nicht völlig fremd ist. Mantrische Gebete haben in ihrer ursprünglichen Sprachform eine ganz andere Klang- und Resonanzwirkung. Früher wurde das traditionelle christliche "Vater unser" in der griechischen Fassung auch eher intoniert (auf das Klangbild ausgerichtet wiederholt). Auch die Gatas, die heiligen Sprüche Zarathustras, wurden gesungen. Die Wirkungsweise von Sanskrit-Mantras wird heute wissenschaftlich untersucht. Dabei wird immer wieder durch Fremd- oder Eigenexperimente beobachtet, dass Menschen eine besondere innere Stille und tiefgehende Selbstintegration erfahren. Dabei spielt die sprachliche und kulturelle Zugehörigkeit nur eine untergeordnete Rolle.

 

Wie kann man Mantras zur Heilung benutzen?

Wir machen Töne, wenn wir Schmerzen haben, und diese Töne tragen dazu bei, den Schmerz zu lindern. Viele von uns können bei einem schweren emotionalen Trauma weinen und klagen, was z.B. den Abbau von Stesshormonen fördert, Muskelverspannungen und damit verbundene Energieblockaden löst, was dazu beiträgt, den seelischen Schmerz zu lindern. Es gibt Menschen, die chronische Schmerzen durch das Singen von Mantras vollkommen beseitigen konnten. Dies mag zum Teil daran liegen, dass die dabei erzeugten Töne die Produktion von Endorphinen unterstützt, jenen schmerztötenden Neurochemikalien, die hundert Mal stärker sind als Morphium.

Es gibt ein erhebliches Potential von Heilungskräften im Inneren des Menschen, das zur Gesunderhaltung oder Unterstützung bei der Heilung von Krankheiten eingesetzt werden könnte. Viele Menschen haben den Wunsch, ihre eigenen inneren Kräfte gezielter und bewusster zu nutzen. Mantras stellen hierbei eine wichtige Hilfe dar. Die eingeleitete meditative Tiefenentspannung spielt dabei eine wichtige Rolle. Mantras haben verschiedene Ebenen der Heilwirkung. Eine Ebene ist die körperliche, bei der die Vibrationen quasi als feinstoffliche Schwingungsmassage genutzt werden. Auf der gefühlsmäßigen Ebene werden heilsame Gefühle erweckt. Ruhe, Gelassenheit, Freude, Liebe und Versöhnung werden im Inneren erlebt. Dies könnte man auch als Heilung des Herzens bezeichnen. Unbewußte Gefühlsblockaden lösen sich. Wir bekommen wieder den Zugang zu unserer inneren seelischen Welt. Eine weitere Dimension der Wirkung ist die transpersonale oder tranzendente, die ins Unbeschreibliche hinein geht.

 

Alles ist Klang

Aus Klang ist alles entstanden, Klang ist der Ursprung von allem. Auch jedem Planeten kann eine bestimmte Frequenz, also ein bestimmter Klang zugeordnet werden.

Klänge sind sehr machtvoll. Denken wir nur einmal an unsere ganz normale Alltagssprache. Jedes Wort assoziiert der Geist mit einer bestimmten Form, einem bestimmten Inhalt. Selbst unsere Alltagssprache ist sehr machtvoll: Worte können verletzen oder erfreuen, traurig oder aber fröhlich machen. Auch Musik hat großen Einfluss auf unseren Geist. Jeder konnte sicherlich an sich selbst schon beobachten, dass bestimmte Musik beruhigend, andere Musik dagegen innerlich aufwühlend wirkt. Wie machtvoll müssen dann erst die Klänge eines Mantras sein, denen eine ganz spezielle Energie innewohnt!

 

Das Gayatri-Mantra

Das Gayatri-Mantra ist eines der wichtigsten Mantras im Hinduismus. Es richtet sich an die Manifestation des Absoluten in der lebenspendenden Kraft der Sonne. Gayatri ist der Name des verwendeten Versmaßes und auch der Göttin, die über dieses Mantra regiert.


Das Gayatri-Mantra lautet folgendermaßen:

OM Bhur Bhuvah Svaha

Tat Savitur Varenyam

Bargho Devasya Dhimahi

Dhiyo Yo Nah Prachodayath

Die Bedeutung der einzelnen Silben:

OM: der Urlaut, das Allumfassende, das über alles Hinausgehende

Bhur: das Grobstoffliche; Erde; Körper

Bhuvah: das Subtile; Astralebene

Svaha: Kausalebene; Himmel

Tat: "Das"; Brahman; Gott

Savitur: die göttliche Sonnenkraft Savitri

Varenyam: innig lieben; anbeten

Bargho: heilendes Licht, welches Weisheit schenkt; spirituelle Ausstrahlung

Devasya: göttliche Realität; Gnade

Dhimahi: wir meditieren; wir betrachten

Dhiyo: Buddhi; Verstand

Yo: welche

Nah: unser

Prachodayath: erleuchtet

 

Eine mögliche Übersetzung lautet:

"Lasst uns über das Om meditieren, aus dem die drei Bereiche, das Grobe-Irdische, das Feinere-Ätherische, das Feinste-Himmlische hervorgegangen sind. Lasst uns das höchste, unbeschreibliche, göttliche Sein verehren, die schöpferische, lebensspendende Kraft, die sich auch in der Sonne kundtut. Lasst uns über das strahlende Licht Gottes meditieren, welches alles Dunkel und alle Unwissenheit vernichtet. Oh Gott, wir bitten Dich inständig, lass Dein Licht unseren Geist erhellen."

Das Gayatri-Mantra sollte dreimal täglich rezitiert werden: zum Sonnenaufgang, zum Mittag und zum Sonnenuntergang. Je nach Tageszeit visualisiert man die Göttin Gayatri in jeweils anderer Gestalt.

 

Meditation:

Was ist Meditation eigentlich ?

Meditation führt uns in die Tiefen unseres menschlichen Seins, diese zu erfahren gibt uns Geborgenheit und führt zu Harmonie mit uns, unseren Mitmenschen und der Natur.

 

Praktisch gesehen ist Meditation eine Übung, bei der man sich in einer entspannten Körperhaltung auf eine einzige Sache intensiv konzentriert. Störungen von außen wie Geräusche und Gedanken, die einem dabei durch den Kopf gehen, werden zwar wahrgenommen, aber nicht weiter verfolgt.

 

Und wenn man sich doch kurzzeitig ablenken lässt, kehrt man immer wieder zu dem zurück, auf das man sich gerade konzentriert. Dies kann ein Bild, eine brennende Kerze, eine kurze Meditationsformel, ein Bibeltext, ein Gebet, der eigene Atem, oder der sich bewegende Körper sein.

Dieses bewusste Abschalten führt dazu, dass der Blutdruck sinkt und der Herzschlag sich verringert. Der im Alltag meist ruhelose Geist entspannt sich, Denken und Fühlen kommen in Einklang, der Meditierende fühlt sich gelassen und friedlich.

 

Zugleich lernt der Meditierende, jeden Moment anzunehmen wie er ist - ohne ihn zu bewerten oder dagegen anzukämpfen.

 

Die positive Wirkung der Meditation auf Körper und Seele tritt allerdings nur dann ein, wenn regelmäßig meditiert wird. Empfohlen wird eine tägliche Praxis von 15 bis 30 Minuten, die sich erfahrungsgemäß am besten morgens in den Tagesablauf integrieren lässt.

Es mag uns zwar besonders in Stresszeiten wie ein Wunder vorkommen, einfach nur ruhig mit leerem Geist dasitzen zu können, aber dahinter steckt einfach ein bisschen Übung und die ein oder andere Methode, die es uns ermöglicht, unseren Geist zu beruhigen.

 

Viele Menschen sprechen davon, dass sie meditieren. Nur wenigen ist bewusst, dass sie sich "konzentrieren" bzw. "kontemplieren". Meditation ist ein Zustand jenseits der Konzentration oder Kontemplation. So ist Meditation das Einswerden mit allem und damit die logische Konsequenz eines Selbstfindungsweges.

 

Meditationsformen

  • Kampfkünste

  • Kundalini-Meditation

  • Nataraj-Meditation

  • Nadabrahma-Meditation

  • Geh-Meditation

  • Tanz-Meditation

  • Musik und Rezitation

  • Einsichtsmeditation

  • Stille- oder Ruhemeditation

  • Tantra

 

 

Es ist wichtig darüber zu reflektieren was wahres Glück ist und wo es gefunden werden kann. Ein Moment der Reflexion wird zeigen, dass du es nicht in der Vergangenheit oder Zukunft finden kannst.

 

Die Vergangenheit ist vorbei und auf deine Erinnerung kannst du dich nicht verlassen. Die Zukunft ist blanke Ungewissheit. Der einzige Platz, also, wo wir Glück wirklich finden können, ist in der Gegenwart. Aber selbst hier musst du wissen, wo danach zu schauen.

 

Wenn du dein Glück auf Dinge die sich verändern stützen willst – Geräusche,

Gesehenes, Empfindungen im allgemeinen, Leute und Dinge im Außen – du präparierst dich für eine Enttäuschung, wie ein Haus auf eine Klippe zu bauen, wo in der Vergangenheit immer wieder Erdrutsche stattfanden.  

 

Meditation ist daher wie eine Schatzsuche: Zu finden was unveränderlichen und soliden Wert hat im Geiste, etwas, das selbst der Tod nicht berühren kann.

 

Thanissaro Bhikkhu

 

1.Sinn der Meditation:
Die Meditation wurde in den alten Philosophien als Übung empfohlen um das spirituelle Wachstum zu fördern, in dem sie uns den Zugang zu unserem Inneren erlaubt. In der heutigen Zeit haben wir oft eine ganz andere Motivation um die Meditation zu üben. In erster Linie fördert die Meditation die körperliche Entspannung. Es wird behauptet, dass ca. 20min. Meditation dem Körper so viel Erholung bringt, wie drei Stunden Schlaf. Die Meditation verbindet Körper, Geist und Seele zu einer Einheit und ermöglicht so das bewußte Erfahren unseres persönlichen Daseins ebenso, wie das bewußtere Erleben unserer Umgebung. Meditation kann frei von allem religiösen Denken geübt werden. Sie benötigt nicht viel unserer täglichen Zeit und sie kann unser Leben sehr bereichern.

 

2.Ziel der Meditation:
Das Ziel der Meditation ist für den Übenden einfach die Meditation selbst. Es sollten hier keinerlei andere Erwartungen vorherrschen. Wir sollten weder auf eine besondere "innere Leere" warten, noch sollten wir irgend etwas anderes zu einer Erwartungshaltung machen. Jedes Erwarten würde es verhindern, dass wir uns wahrhaftig entspannen und würde den meditativen Körperzustand verhindern. Meditation ist einfach eine Zeit des NICHTS TUN, nicht mehr und nicht weniger. Sicherlich ergeben sich in der Meditation verschiedene Möglichkeiten des Erlebens, die aber nie Ziel des Meditierenden sein sollten.

Meditation führt uns in die Tiefen unseres menschlichen Seins, diese zu erfahren gibt uns Geborgenheit und führt zu Harmonie mit uns, unseren Mitmenschen und der Natur. Praktisch gesehen ist Meditation eine Übung, bei der man sich in einer entspannten Körperhaltung auf eine einzige Sache intensiv konzentriert. Störungen von außen wie Geräusche und Gedanken, die einem dabei durch den Kopf gehen, werden zwar wahrgenommen, aber nicht weiter verfolgt.
Und wenn man sich doch kurzzeitig ablenken lässt, kehrt man immer wieder zu dem zurück, auf das man sich gerade konzentriert. Dies kann ein Bild, eine brennende Kerze, eine kurze Meditationsformel, ein Bibeltext, ein Gebet, der eigene Atem, oder der sich bewegende Körper sein.

 

Dieses bewusste Abschalten führt dazu, dass der Blutdruck sinkt und der Herzschlag sich verringert. Der im Alltag meist ruhelose Geist entspannt sich, Denken und Fühlen kommen in Einklang, der Meditierende fühlt sich gelassen und friedlich.


Meditation bedeutet:
gegenwärtig, im Hier und Jetzt zu sein - als Beobachter, stiller Zeuge, ohne Bewertung des Geschehens.
einfach da zu sein - ohne Ziele, Absichten und Aufgaben, etwas tun zu müssen.
den ständigen Strom der Gedanken zur Ruhe kommen lassen.
Achtsamkeit und Bewusstheit für den Alltag zu üben.
annehmen, was im Augenblick ist.
das Konzept des Ich's zu überschreiten und damit Stille, Leere, Freiheit, Weite, Sein und Frieden zu erfahren.
üben, Empfindungen, Gefühle und Gedanken bewusst wahrzunehmen.
in der Stille sich zu öffnen für einen Bewusstseinsraum des Nichtdenkens und Nichtwissens und dadurch in Kontakt kommen mit den Kräften der Intuition, Inspiration und Kreativität