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Thema des Monats Shavasana

shava = Leichnam

asana = Haltung, Sitz

Gheranda-Samhita, Kap. II, Vers 19:

“Wie eine Leiche am Boden liegen wird Shavasana genannt. Dieses Asana beseitigt Müdigkeit & entspannt den Geist, indem sie seine Aktivität zum Stillstand bringt.”

 

Wenn sich das Jahr dem Ende neigt & die Tage kürzer werden können wir mehr denn je zur Ruhe kommen. 

Von allen Asanas (Yogahaltungen) stellt Shavasana, die Ruhehaltung im Liegen, an den Körper die wenigstens Anforderungen. Doch ist es wirklich einfach, die angestaute Spannung aus Körper & Geist weichen zu lassen? Je länger wir unter Stress & Unruhe leiden, desto größer wird diese Aufgabe.

In Shavasana, welche übersetzt »Leichenlage« heißt, darfst du den Körper sinken lassen - alle Gedanken dürfen wie Wolken am Horizont vorbei ziehen. Die Leichenlage bezieht sich darauf, dass ein lebloser Körper keine Gedanken mehr denkt, der Geist ist frei.

Obgleich wir hier nicht schlafen, denken wir auch nicht. Diese Übung ist nicht immer einfach, denn sie erfordert ebenso Konzentration & auch Milde mit uns selbst, wenn wir doch wieder ins Grübeln geraten.

Shavasana findet in Stille oder mit seichter Musik untermalt statt. Dem Geist sollen keine Aufgaben gestellt werden, keine Visualisierung oder Traumreise kann den gleichen Effekt herbeiführen wie es Shavasana tut. 

Dabei liegst du mit geschlossenen Augen auf dem Rücken, gern leicht gepolstert. Dein Atem geht ganz von allein, die Arme & Beine sind entspannt.

Auch wenn am Anfang das Herz noch schnell schlägt & die Gedanken rasen, wirst du nach wenigen Minuten vielleicht am liebsten für immer liegen bleiben wollen.

Lass dich los.